Bericht Zweitagesfahrt

Bericht 2-Tagesfahrt AMMV vom Fr. 28. bis Sa 29. August 2015

Nach 11 Stunden Müdigkeits-Schlaf von Samstag 29. auf Sonntag 30. Aug 2015.
Adrian hat mich ein paar Tage vor der 2-Tagesfahrt angerufen. Er habe einen Jungmotorfahrer und ein Motorfahrer-Kollege, der aber am Freitagabend in Andermatt wieder nach Hause gehen muss, als Beifahrer für mich vorgesehen. Ob das in Ordnung geht? Na klar! Jungmotorfahrer, habe ich schon gehört, aber ? …. nix wie ins Google und alle Informationen (www.vsmmv.ch) erhalten. Mindestalter 17, Infotag 3 Std, Regionalkurs 3 Tage, Sektionskurs 1 Tag dann Eignungsprüfung (A-Test) und dann ist Mann oder Frau ein JMF.

Am Freitag 28. Aug. 06.30 im Theoriesaal im LOTH habe ich einen schlanken, grossen und kräftigen jungen Mann namens Christoph Fricker aus Oberhof kennengelernt. Das ausfüllen von Zustandsrapporte, Übernahmeprotokolle und neues gelbes WEMA Papier hat Christoph gem. meinen Angaben ausgefüllt. Adrian erklärte, dass nach jedem Halt die LKW durch ihn neu zugeteilt werden. Beiläufig erwähnte er noch, dass ich mit Christoph alleine fahre und er solle doch immer beide Augen offen halten, mich auf Gefahren oder sonstiges – auch wenn er keine Fahrerlaubnis hat – orientieren. Zugeteilt IVECO 190E36W kontrolliert und Abfahrt. Der Einschlag bei der Ausfahrt reicht nicht, also Retourgang einlegen. Christoph kannst du bitte aussteigen und kontrollieren ob hinten keiner kommt und ob es zum wenden reicht. Habe im noch erklärt dass die häufigsten Sachbeschädigungen beim Rückwärtsfahren verursacht werden und der Beifahrer immer aussteigen muss ….. Nein keine Angst, hab keine Sachbeschädigung gemacht …. denn wenn man(n) frühmorgens denn Retourgang nicht sofort findet, kann nichts schiefgehen. Na ja, nach etlichen Versuchen den Retourgang …. Christoph kannst du bitte kurz Adrian holen, der mit verschmitztem Lächeln zu mir kommt und … schwups den Ring im Schaltknauf hoch schiebt ….. kann die Fahrt zum ersten Halt auf dem Raten in Angriff genommen werden. Neues zugeteiltes Fahrzeug 6T Steyr. Den Typ liebe ich ja nicht und hab auch noch keinen Motorfahrerkollegen gehört oder kennengelernt, der was anderes behauptet hat. Dazu kommt, dass ich im WK nur Saurer (ja ich bin begnadeter Saurer Fan) und auch Zivil bin ich Postauto und LKW dieser Marke bevorzugt gefahren. In Lachen habe ich das vorausfahrende Fahrzeug verloren. Dann kam die Autobahnauffahrt Ri. Chur – nein dachte ich, keine Autobahn und bin kurz vor der Autobahnauffahrt rechts Weg. Hinter mir ist der Besenwagen Ri. Autobahneinfahrt gefahren. Christoph gib mir doch bitte den Fahrbeschrieb von Max/Adrian den wir morgens erhalten hatten. Dieser liegt mit den Karten/Protokollen im anderen Fz, erwidert Christoph. Sch…..! Um keine Zeit zu verlieren, auch auf die Autobahn und tel. (nein nur nicht Blösse zeigen und erneut Adrian um Hilfe bitten – Christoph hier ist mein Handy, suche Herbert Ott’s Nummer und tel. ihm. Hier ist Christoph …. Antwort Herbert; wen habe ihm am tel. – um was geht es …… aha …. jetzt ……. Fahre bei Lachen runter und via Sattelegg – Ibergeregg zum vereinbarten Treff. Wenn ihr denkt, dass ich dann kein Militär LKW mehr sehe … kennt mich nicht 😉. Ich freute mich nach dem Mittagessen bereits auf den Saurer. Nix da, wieder ein 6T Steyr, aber andere M+Nr. Die erste Retarderbetätigung (spürbar stärker) bei der Talfahrt Ri. Schwyz, ein Blick zum Tacho 46’000 zu 148’000, Aha, und es hat einen kombinierten Blinker/Lichthebel = neuerer Steyr. Brünig – Susten und in Andermatt angekommen. Nein ich bin nicht Fan geworden vom Steyr, aber ich muss meine Meinung ändern. Nicht so schlecht! Jedoch der Wendekreis – musste ich doch in der allerersten Haarnadelkurve 1 x kurz zurück – ist nicht sonderlich gut. Gerne nehme das nächste Mal wieder einen Steyr, aber dann die 10T Version.
Batch Schlüssel Verteilung. Dieser dient für den Einlass vom Eingang und ich habe das Zimmer 212. Wie im Hotel dachte ich, nur befinden wir uns in der Kaserne. Bewachung war früher, Vertrauen glaube ich auch, denn beim verlassen des Zimmer muss man immer den Batch mitnehmen, Zwischentüre im Korridor zu Dusche/WC immer mit Batch öffnen und das nachts beim Pippi gehen. Batch nicht vergessen! Bereits um 18:45 stellte uns Adrian Hr. Simmen vor, der uns rund um Andermatt’s Vergangenheit viel Spannendes und interessantes erklären konnte. Aufgrund der Aufhebung der 3-jährigen Sperrung durch Ernst Schor (AMMV Jass-Spezialist und Jahrzehnte langer Organisator des Jassturniers) durfte Martin König zum abendlichen Jass antreten. Nach dem Jass hatten Adrian und ich mit 4:1 Striche die Spezialisten geschlagen. Müde sind wir dann in unsere zugeteilten Zimmer gegangen. Insgeheim hoffte ich, dass heute abend keiner heute Bäume, ja Wälder versägt „Chrrrrrr…tschhhhh….chrrrrr…. tschhhhh…..und dass sich wie ein schlecht eingestellter 12 Zylinder Motor mit Startschwierigkeiten anhört. Zwischendurch ein lautes Grunzen, 30 Sekunden Pause bis der Motor von neuem stottert. Adrian und Max kennen jeden Teilnehmer, war es doch mucksmäuschenstill! Lag es am Vollmond, am Batch, am Glas Merlot, der Höhe oder am 12er Schlag, so richtig geschlafen habe ich nicht. Tagwache um 06:00 und juhui, mit dem 6 DM um 07.30 ab über den Oberalp- auf den Lukmanierpass. Dann der Höhepunkt, mit dem 10DM runter ins Tessin, in Biasca Richtung Airolo. Zwischen Faido und Ambri kommt uns ein Orangeblinkendes SUV mit dem Schriftzug „Radrennen“ entgegen. Kurze Zeit später die erste Gruppe von „Gümeler“. In Airolo sind uns div. Schilder mit „Alpen-Brevet“ aufgefallen. Am Bahnhof Airolo haben wir dann hunderte von „Gümeler“ gesehen. Als früherer Gümeler weiss ich, dass entweder 3, 4 oder neuerdings 5 Pässe in einem Tag gefahren werden. Super, in der ersten Kurve Richtung Nufenenpass sind uns bis auf der Passhöhe „Gümeler“ entgegengekommen. Jeder wollte der Schnellste sein, praktisch immer zu zweit oder dritt nebeneinander. Kopf und Körper mit dem Rahmen eine Einheit bilden und die gesamte Strassenhälfte (bei dieser Geschwindigkeit) in Beschlag genommen. Das traumhafte Wetter (stahlblauer Himmel) hat zusätzlich alle Motorradfahrer nebst Cabriolet/ Sonntagfahrer auf die Alpenpasstrassen gelockt. Die Überholmanöver einiger Motorradfahrer und Autofahrer waren schon riskant, ja zum Teil sogar waghalsig! Auch einige nicht Alpen-Brevet Radrennfahrer sind in derselben Richtung wie wir gefahren. Auch wir hatten Überholmanöver die nicht ganz ungefährlich waren. Bergauf merkt man das Gewicht/ Masse und die fehlenden PS. Dass wir alle ohne jeglichen Unfall heil angekommen sind, ist der umsichtigen und guten Fahrkenntnis aller Beteiligten zu verdanken. Grosses Kompliment! Auf der Grimselpasshöhe der letzte Fahrzeugwechsel (der aber nicht von Adrian zugeteilt) sondern untereinander abgemacht werden konnte. 10DM Eintausch an Ernst Schor gegen 6DM (Werner Müller spricht von Sippenschaft) und ab via Brünig zum LOTH. Danke an den beiden Organisatoren Max Pauli und Adrian Speckert. Es waren traumhafte 2 Tage mit den Kameraden und alles passte! Es hat mir grossen Spass gemacht mit dir Christoph. Ich wünsche dir auf deinem weitern JMF-Weg viel Erfolg und hoffe dich wieder einmal beim AMMV zu treffen. Herzlichen Dank! Glücklich und zufrieden bin ich nach 610 km Fahrt nach Hause und alsbald müde ins Bett gekommen…….siehe erster Satz!
Beat Schor

Zu den BildernVideo Tag 1Video Tag 2

AMMV Hüttenfest

Das zweite AMMV Hüttenfest vom 7. Dezember 2013

Als Nachfolger des früheren Samichlaushöck fand dieses Jahr schon das zweite Hüttenfest statt. Dank hervorragenden Dokumentationen von Adrian war es nicht nur für versierte MWK-Spezialisten ein Leichtes, das Ziel im tiefen Wald zu finden. Wir trafen ab etwa 16:00 Uhr im Waldhaus Eiken ein.
Wir – das waren insgesamt 16 Personen, bunt gemischt aus AMMV-Mitgliedern mit ihrem Anhang.

Dank einem Voraus-Detachement von Organisatoren und Helfern wurde die Waldhütte festlich geschmückt, das Cheminée tüchtig eingeheizt und auch der Thermostat der Zusatzheizung richtig eingestellt.
Mit den ersten eintreffenden Gästen verbreitete sich jedenfalls schnell eine gemütliche Stimmung. In kleinen oder grössern Gruppen wurden wichtige oder auch unwichtige Fragen und Probleme diskutiert und behandelt, diverse Apéro-Getränke geschlürft und Chips gemampft (nein – keine elektronischen – die gelben und gelbroten von Zweifel).

Unterdessen – fast unbemerkt von den Gästen – bereiteten Adrian, Clemens und vor allem die beiden Helferinnen Elisabeth und Ruth das Buffet mit verschiedenen Salaten, den Fleischröllchen und vielen Zutaten für das Fondue Chinoise vor.

Als dann die meisten am essen waren, trat der übliche Effekt ein: Der Geräuschpegel fiel deutlich zusammen, ganz im Gegensatz zur guten Stimmung. Diese steigerte sich dann noch weiter, als die einen nach mehrmaligem Nachfassen am Buffet langsam satt waren und die ersten Witze die Run-de machten.
Na ja, die meisten dürfte man hier auch drucken, sofern man sich noch an sie erinnern könnte.

Hier wenigstens einer:
Treffen sich zwei Fischer frühmorgens auf der Brücke am Klingnauer Stausee. Der eine hat bereits 5 schöne Egli am Trockenen, der andere noch gar nichts.
„Wie machst du das eigentlich, dass du schon soviele Fische gefangen hast ?“
„Wenn ich aufstehe, schaue ich, wie meine Frau im Bett liegt: Heute lag sie auf der linken Seite, deshalb ging ich auf der linken Seeseite fischen. Liegt sie rechts, fische ich rechts am See.“
„Und wenn sie auf dem Rücken liegt ?“
„Gehe ich nicht fischen !“ Quelle: PS

Nach vielen weitern Witzen aus allen Ecken am Tisch, einigen lustigen Darbietungen und viel Gelächter – und nachdem auch Adrian mit seiner gemütlichen Kocherei endlich zu Ende war – konnten wir „zum Dessert-Buffet schreiten“. Viel Leckeres erwartete uns und Kaffee gab’s natürlich auch.

So gegen 22:00 wurde die Feier beendet. Etliche halfen mit beim Aufräumen und Putzen, sodass das Lokal nach kurzer Zeit abgabebereit war.

Vielen Dank an die Organisatoren und Helferinnen. Wir schätzen euren Einsatz sehr und freuen uns bereits wieder auf das Hüttenfest Nr. 3.

Hans Winiger